Modernes Gewaechshaus
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VOM SCHORNSTEIN INS GEWÄCHSHAUS

Innovatives Projekt: In den Niederlanden zeigt Bilfinger, wie sich Kohlendioxid als Pflanzendünger verwerten lässt.
veröffentlicht vor über einem Monat
Foto: Shutterstock

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ohlendioxid-Emissionen sind klimaschädlich und müssen daher vermieden werden – diese Erkenntnis gehört mittlerweile zum Allgemeingut. Weniger bekannt dagegen ist die Tatsache, dass CO2 auch sinnvoll verwertet werden kann – zum Beispiel in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie oder beim Anbau von Gemüse oder Blumen in Gewächshäusern. Pflanzen benötigen CO2, um die für sie lebenswichtige Fotosynthese in Gang zu halten. In Gewächshäusern wird vor allem im Sommer das CO2 häufig knapp und muss von außen zugeführt werden. Außerdem fördert eine zusätzliche CO2-Gabe das Pflanzenwachstum – das Kohlendioxid wirkt wie Dünger.

ABFANGEN, REINIGEN, VERFLÜSSIGEN

 

In vielen Gartenbaubetrieben wird das benötigte CO2 bislang durch Verbrennen von Erdgas erzeugt. Dass es auch anders geht, zeigt ein Pilotprojekt des niederländischen Unternehmens AVR, das auf Abfallentsorgung und Projekte im Bereich erneuerbarer Energien spezialisiert ist. Dank der Engineering-Kompetenz von Bilfinger Tebodin wird ein beträchtlicher Teil des in einer Müllverbrennungsanlage erzeugten Kohlendioxids nicht mehr in die Atmosphäre abgegeben, sondern zur Förderung des Pflanzenwachstums in Gewächshäusern eingesetzt. Das CO2 wird abgefangen, gereinigt und verflüssigt. Anschließend wird es in Tankwagen zu den Abnehmern transportiert – Gartenbaubetriebe, die es in ihre Gewächshäuser einleiten – und sorgt dort für verbesserte Qualität und höhere Erträge.

CO2 NUTZBAR MACHEN
Wie abgefangenes Kohlendioxid Spielräume erweitert

PLANUNG AUS EINER HAND

 

Rund 15 Prozent des bei der Restmüllverbrennung in Duiven entstehenden Kohlendioxids werden so wiederverwertet; dies entspricht einer Gesamtmenge von 60.000 Tonnen CO2 pro Jahr, die bei wachsender Nachfrage auf bis zu 100.000 Tonnen gesteigert werden kann. Bei der Planung der Anlage setzte AVR voll und ganz auf die Engineering-Kompetenz von Bilfinger Tebodin. Die niederländische Tochtergesellschaft betreute das Projekt von der Konzeptphase über eine Machbarkeitsstudie und die konkrete Planung bis hin zur Ausschreibung und Auftragsvergabe. Neben Bilfinger Tebodin bieten auch weitere Bilfinger-Gesellschaften des Bereichs Engineering & Maintenance Leistungen zum Abfangen, Weiterverarbeiten und Speichern von CO2 an.

CO2-VERWERTUNG

CO2-Verwertung: Schaubild das die Verarbeitung von CO2 zeigt

  • Rund 15 Prozent des CO2-Ausstoßes werden abgefangen.
  • Das Kohlendioxid wird daraufhin verflüssigt und in Tankwagen verladen.
  • Ins Gewächshaus eingeleitet sorgt es für optimales Pflanzenwachstum.

ERFOLGSFAKTOR NACHHALTIGKEIT

 

"Für unsere Kunden sind wir nachhaltig in der Spur. Wir senken zum Beispiel CO2-Emissionen von Industrieanlagen oder reinigen Abgase von Hochseeschiffen. Produkte, Technologien und Innovationen von Bilfinger ermöglichen unseren Kunden, Umweltstandards einzuhalten, Ressourcen zu schonen und nachhaltig zu wirtschaften. Sie profitieren dabei von unserer umfassenden Engineering-Kompetenz und der jahrzehntelangen Erfahrung in vielen Industriebereichen. Wir nutzen den Technologietransfer, treiben Innovationen voran und realisieren auch unkonventionelle Lösungen. Für unsere Kunden bedeutet das mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Sicherheit.“

Bilfinger-CEO Tom Blades setzt auf Know-how und Innovationen, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

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