Bilfinger-Mitarbeiter warten eine Anlage der Chemieindustrie im bayerischen Gersthofen
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RUNDUM SICHER

Bei Bilfinger arbeiten rund 36.000 Mitarbeiter. Für sie alle ist „Safety first“ weit mehr als ein Schlagwort.
veröffentlicht vor über einer Woche
Foto: Bilfinger

S

afety first“ gilt vor allem für Mechaniker, Schweißer, Gerüstbauer – im Grunde für alle Mitarbeiter, die in Industrieanlagen, auf Baustellen oder Offshore-Plattformen im Einsatz sind. Mögliche Arbeitsunfälle können aber auch im Büro passieren. Deshalb werden im Rahmen des konzernweiten Programms „SafetyWorks!“ alle Bilfinger-Mitarbeiter regelmäßig für das Thema Arbeitssicherheit sensibilisiert.

REGELN UND EIGENINITIATIVE

 

Grundlage aller Maßnahmen zur Arbeitssicherheit sind Schulungen. Sie beginnen inhaltlich bei den „Life Saving Rules“, unseren sieben elementaren Grundregeln, die konzernweit für alle Mitarbeiter und Führungskräfte gelten. Diese Regeln sollen das Bewusstsein für mögliche Risiken schärfen. Darauf aufbauend gibt es je nach Arbeitsgebiet und Einsatzbereich eine Vielzahl von Trainings und Unterweisungen. Etwa für den sachgerechten Umgang mit der persönlichen Sicherheitsausrüstung oder mit Gefahrstoffen. Die konzernweit einheitlichen Richtlinien zum Arbeitsschutz gehen zum Teil bewusst über die jeweiligen nationalen Gesetze und Anforderungen hinaus.

 

Der monatlich veröffentlichte „Safety Moment“ ist ein weiteres Instrument, um die Mitarbeiter für Themen der Arbeitssicherheit zu sensibilisieren. Das für das Ressort Health and Safety zuständige Vorstandsmitglied oder die Divisionsleitungen greifen darin jeweils einen konkreten Aspekt auf, mit dem die Mitarbeiter zur Erhöhung der Sicherheit in ihrem Arbeitsalltag beitragen können.

 

Zusätzliche Anreize, die Sicherheitsstandards weiter zu verbessern, bieten konzerninterne Wettbewerbe. Immer wieder erkennen unsere Mitarbeiter Sicherheitsdefizite und machen entsprechende Verbesserungsvorschläge. Unternehmenseinheiten, die mit besonderen Ideen oder Kampagnen dazu beitragen, das Sicherheitsbewusstsein zu schärfen und die Anzahl von Unfällen zu minimieren, werden jährlich vom Vorstand mit dem „Safety Award“ ausgezeichnet.

STOPPE, WENN UNSICHER
Wie Bilfinger Mitarbeiter vor Gefahren schützt (Foto: Bilfinger)

HERVORRAGENDE BILANZ

 

Ziel aller Maßnahmen ist es, das Thema Sicherheit tiefer in der Unternehmenskultur zu verankern. Und das mit Erfolg: zahlreiche Bilfinger-Gesellschaften verfügen über eine hervorragende Bilanz und werden dafür von Kunden ausgezeichnet. Jüngste Beispiele sind Bilfinger UK und Bilfinger Industrial Services België/Nederland. Die britische Gesellschaft kann insgesamt mehr als 16 Millionen Arbeitsstunden ohne Unfälle mit Ausfalltagen vorweisen; in den Niederlanden haben 450 Mitarbeiter, die am Standort Shell-Moerdijk tätig sind, über zwei Millionen Arbeitsstunden ohne Unfall mit Ausfallzeit absolviert. Ein weiteres Beispiel für eine Einheit mit hervorragender Bilanz ist Bilfinger Industrier Norge. Sie wurde von Esso in Norwegen kürzlich als „Contractor of the Year“ ausgezeichnet.

NEUE INITIATIVE

SICHERHEIT STETS IM BLICK

„We make permits work“ – so lautet das Motto der aktuellen Sicherheitsinitiative von Bilfinger. Im Mittelpunkt steht dabei der Umgang mit Arbeitserlaubnisscheinen, englisch „permits“ genannt. Die Mitarbeiter von Dienstleistern erhalten darüber die Freigabe, definierte Arbeiten an bestimmten Anlagenteilen ausführen zu dürfen. Mit der Kampagne sollen die Mitarbeiter motiviert werden, sich nicht blind auf die Angaben in den Erlaubnisscheinen zu verlassen, sondern genau zu prüfen, ob die Voraussetzungen für sicheres Arbeiten auch tatsächlich gegeben sind. Sie folgt dem Prinzip „Starte stets sicher – stoppe, wenn unsicher“.

Wir schätzen Bilfinger als zuverlässigen Partner – nicht zuletzt weil das Unternehmen unserem hohen Anspruch in Sachen Sicherheit gerecht wird und unsere Werte teilt."

NILS WEBER, LEITER PRODUKTION UND TECHNIK, TOTAL BITUMEN DEUTSCHLAND GMBH

Interview

3 Fragen an Duncan Hall

Duncan Hall ist seit 2019 Chief Operating Officer von Bilfinger und Mitglied des Vorstands.

Wie sichert Bilfinger höchste Standards bei der Arbeitssicherheit?

Unsere Devise lautet: „We Make Safety Work“. Im Kern geht es darum, die richtigen Verhaltensweisen einzuüben. Dabei beginnt der Einsatz an der Spitze: Alle Führungskräfte verbringen viel Zeit damit, unsere Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen für das Thema Sicherheit zu sensibilisieren. Dabei kann es sich um einen „Safety Walk“ in einer Raffinerie handeln, eine Sicherheitsbesprechung im Büro oder um ein Gespräch unter Kollegen über die Lehren aus einem Beinaheunfall. Alle unsere Führungskräfte und Vorarbeiter wissen, dass es eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist, unsere Mitarbeiter anzuspornen, an jedem Tag und in jeder Minute auf Sicherheit zu achten. Bei unseren Mitarbeitern steht daher Sicherheit immer im Fokus und wir können stets ein hohes Maß an Wachsamkeit gewährleisten. Das ist notwendig, um in den verschiedenen Industrien, in denen wir tätig sind, weltweit höchste Standards zu erfüllen.

 

Inwiefern profitieren unsere Kunden?

Es ist eine Win-win-Situation. Die Zusammenarbeit mit den Kunden ist ausschlaggebend sowohl für die Verbesserung der Sicherheit als auch für die Steigerung der Effizienz, da beides Hand in Hand geht. Unsere Kunden haben die gleichen Interessen wie wir. Wir alle haben nicht nur eine unternehmerische und soziale Verantwortung, unsere Mitarbeiter zu schützen, sondern auch eine moralische. Ein sicheres Arbeitsumfeld und eine entsprechende Unternehmenskultur sind der Schlüssel für nachhaltige Steigerung der Leistung.

 

Ist eine gute Bilanz bei der Arbeitssicherheit ein Wettbewerbsvorteil?

Auf jeden Fall! Sicherheit ist gut fürs Geschäft. Wenn Sie sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, sicher zu arbeiten und gute Ergebnisse zu liefern, verfügen Sie auch über die Zeit und die notwendigen Daten zur Steigerung der Effizienz. Aus den Beobachtungen und Rückmeldungen unserer Mitarbeiter erfahren wir aus erster Hand, mit welchen aktuellen oder künftigen Herausforderungen sie konfrontiert sind. Diese lassen wir in unsere Verbesserungsprozesse einfließen, sodass wir unsere Effektivität steigern und noch wettbewerbsfähiger werden können.

GUT GESCHULT,
SICHER MONTIERT

 

F

lansche sind in Anlagen der Prozessindustrie allgegenwärtig. In erster Linie verbinden sie Rohrleitungen. Eine Flanschverbindung muss deshalb vor allem dicht und damit sicher sein, sich aber auch problemlos lösen und wiederherstellen lassen, etwa um eine Dichtung oder eine Pumpe auszutauschen. Die Mitarbeiter der Bilfinger Industrial Services in Österreich setzen bei den dafür notwendigen Schulungen seit Neuestem eine Augmented-Reality-Brille ein, die Hologramme mit zusätzlichen Informationen in das Sichtfeld einblendet.

Die Schulung besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Im praktischen Training müssen die Mitarbeiter etwa an einem Flanschenbaum üben, wie man eine Verbindung löst, mit Dichtungen versieht und dann wieder richtig zusammenbaut. Dabei ist der Flanschenbaum durch die Augmented-Reality-Brille sichtbar, in die Zusatzinformationen und Aufgaben für die Schulungsteilnehmer eingeblendet werden.

Mit dem digitalen Training können wir den Schulungsaufwand reduzieren und auch junge Menschen für eine interessante Tätigkeit begeistern."

GERHARD CIP, GESCHÄFTSBEREICHSLEITER BILFINGER INDUSTRIAL SERVICES

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